5 Fehler, die Startups vermeiden sollten

15. Dezember 2020 Drucken
5 Fehler, die Startups vermeiden sollten
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Ein Unternehmen zu gründen ist nicht schwierig. Man braucht Geld, Mitarbeiter, Räumlichkeiten etc. Dass es sich erfolgreich entwickelt, ist viel komplizierter. Schon kleine Fehler wirken sich oft fatal aus und bringe das Unternehmen schnell ins Wanken. Die Wirtschaftsauskunftei Bisnode D&B Austria hat fünf Fehlerbereiche identifiziert.

Der wohl der größte Fehler sei, wenn Firmengründer keine Marktforschung betreiben. Einerseits könne man durch die Analyse potenzielle Kunden finden und anderseits realistische Ziele für das Jungunternehmen setzen. Viele Startups würden auch das Marketing unterschätzen, so das Fazit von Bisnode D&B. Bevor man etwas verkaufe, müsse aber eine Nachfrage bestehen. „Es braucht Zeit und Geschick, um eine passende und umfassende Marketingstrategie zu entwerfen.“

Ein weiterer Fehler ist laut der Wirtschaftsauskunftei, wenn Gründer „Geld dumm ausgeben“. Viele würden Finanzmittel für Dinge auszugeben, die man günstiger oder gratis erhalte. Als vierten Fehlerbereich ortet die Wirtschaftsauskunftei fehlendes Profil bei Startups. „Wer für jeden etwas sein will, ist am Schluss nichts für niemanden. Man verliert sein Profil“, heißt es in der Analyse. Es sei viel besser, die „idealen Käufer“ zu identifizieren und sich auf sie zu konzentrieren. Schlechte Zahlungsmoral von Kunden kann Jungunternehmen auch in existenzielle Schieflage bringen. Um diesen Fehler nicht zu machen, empfiehlt Bisnode D&B den Geschäftspartner auf Zahlungsfähigkeit zu prüfen, bevor man ein Deal abschließt. Entweder lehne man das Geschäft ab oder verlange Vorauskasse.

Fehler, die Startups ins Wanken bringen können

Fehler Nr. 1: Keinen Plan haben: Es ist wohl der größte Fehler, den Entrepreneure begehen: Sie betreiben keine Marktforschung. Es ist aber enorm wichtig, die Trends und No-Gos der Branche zu kennen. Man findet so schnell potenzielle Kunden, andererseits hilft Marktforschung beim Setzen realistischer Ziele, beim Abbau von Eintrittsbarrieren, bei der Identifikation der Konkurrenten und bei vielem mehr. Wem die Zeit für Marktforschung fehlt, der nimmt am besten die Hilfe eines Datenproviders in Anspruch.

Fehler Nr. 2: Das Marketing unterschätzen: Dass neue Unternehmen hastig Sales-Personal einstellen, um die Produkte und Dienstleistungen in den Markt zu drücken, ist fast schon das übliche Vorgehen. Bevor man aber verkauft, muss eine Nachfrage bestehen. Hier kommt Marketing ins Spiel. Es braucht Zeit und Geschick, um eine passende und umfassende Marketingstrategie zu entwerfen, die in erster Linie den Fokus auf Brand-Awareness legt. Ebenso wichtig ist die Definition der Zielgruppe. Das braucht in der Regel Zeit, der Aufwand lohnt sich aber. Die Marktbearbeitung wird einfacher und effizienter. Bei vielen beginnt der Aufbau von Businesskontakten beim Kauf von Adressen. Basis dafür ist wiederum die Strategie und die Zielgruppendefinition.

Fehler Nr. 3: Geld dumm ausgeben: Es kommt oft vor, dass Entrepreneure ihre Ersparnisse zusammenkratzen. Das Budget ist daher sehr klein. Viele machen den Fehler, Geld für Dinge auszugeben, die man günstiger oder gratis erhält. Das Engagement einer teuren PR-Agentur, nur um über die Gründung der eigenen Firma zu berichten, ist in den meisten Fällen übertrieben. Es gibt viel günstigere Wege und Kanäle wie E-Mail oder Social Media.

Fehler Nr. 4: Es allen recht machen wollen: Am liebsten möchte man allen gefallen und im Rampenlicht stehen. Besonders klug ist das nicht. Wer für jeden etwas sein will, ist am Schluss nichts für niemanden. Man verliert sein Profil. Es ist viel besser, die idealen Käufer zu identifizieren und sich auf sie zu konzentrieren. Das bündelt die Maßnahmen und macht es einfacher, eine Beziehung aufzubauen.

Fehler Nr. 5: Mit den falschen Kunden Business machen: Ware geliefert, und dann zahlt der Kunde nicht. Was für ein Frust. Es ist daher sehr wichtig, es dem Kunden so einfach wie möglich zu machen, Forderungen zu begleichen. Korrekt ausgestellte Rechnungen, das Anbieten von verschiedenen Zahlungsformen und das Aushandeln von Fristen oder Raten sind gute Methoden. Noch besser ist es, Geschäftspartner auf Zahlungsfähigkeit zu prüfen, bevor man den Deal abschließt. Entweder lehnt man das Geschäft ab oder verlangt Vorauskasse. Wer noch einen Schritt weitergeht, prüft potenzielle Kunden, bevor er sie mit Marketingmaßnahmen überhaupt angeht. Das schließt schwarze Schafe von Anfang an aus und maximiert die Power der Marketingkampagnen. (APA/red)