OPEC sieht für 2021 Ölnachfrage-Plus trotz Coronakrise

11. Februar 2021 Drucken
OPEC sieht für 2021  Ölnachfrage-Plus trotz Coronakrise
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Trotz Coronakrise wird heuer ein Anstieg der weltweiten Ölnachfrage möglich sein, glaubt die Organisation Erdöl exportierender Länder.

Die OPEC geht laut einem neuen Monatsbericht von Donnerstag geht sie für 2021 von einem Zuwachs von durchschnittlich 5,8 Mio. Fass pro Tag aus (mb/d) – auf im Schnitt 96,1 Mio. Barrel täglich.

Zu einer Abwärtsrevision der Prognosen für das erste Halbjahr 2021 haben laut OPEC zuletzt verlängerte Corona-Lockdowns sowie wiedereingeführte Teil-Lockdowns in mehreren Ländern geführt. Diese Revisionen nach unten konzentrieren sich auf die OECD-Staaten.

Zugleich wird aber für das zweite Halbjahr 2021 eine positive Wirtschaftsentwicklung erwartet, unterstützt durch massive Konjunkturprogramme, heißt es. Auch die Internationale Energie-Agentur (IEA) zeigte sich am Donnerstag zuversichtlicher für das zweite Halbjahr.

Im abgelaufenen Jahr 2020 dürfte die globale Nachfrage um 9,7 mb/d auf im Schnitt 90,3 mb/d gesunken sein, so die OPEC am Donnerstag – eine etwas höhere Fördermenge als vor einem Monat gedacht. Zuletzt war die Nachfrage in Indien im vierten Quartal besser als erwartet, dafür im OECD-Amerika-Raum unerwartet schwach.

OPEC zeigt sich zuversichtlich

Im Jänner, dürfte die Welt-Ölversorgung laut OPEC im Schnitt bei 93,12 Mio. Fass täglich gelegen sein, um 0,43 mb/d mehr als im Monat davor, aber um 7,33 mb/d weniger als im Jänner 2020. Der OPEC-Anteil an der Weltmenge lag dem Bericht zufolge bei 27,4 Prozent, das waren um 0,1 Prozentpunkte mehr als im Vormonat Dezember.

Laut Monatsbericht lag die OPEC-Förderung im Jänner im Schnitt bei 25,50 Mio. Fass pro Tag – geringfügig mehr als im Dezember (25,32 mb/d). Das führende OPEC-Förderland Saudi-Arabien kam demnach gemäß Sekundärquellen im Schnitt auf 9,05 mb/d (etwas mehr als im Dezember), gefolgt vom Irak mit 3,84 mb/d (gleich viel) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) mit 2,61 mb/d und Kuwait mit 2,32 mb/d.

Libyen, wo auch die OMV tätig ist, steigerte seinen Output binnen Monatsfrist nicht mehr weiter, sondern fiel leicht von im Schnitt 1,22 auf 1,16 mb/d zurück. Im Dezember hatte Libyen das größte absolute Plus aller OPEC-Mitglieder verzeichnet und im November soviel Öl gefördert wie seit dem Jahr 2019 nicht mehr. Wegen der wachsenden Libyen-Produktion war die Fördermenge des OMV-Konzerns im vierten Quartal 2020 gestiegen. (APA/red)