Gründerpreis PHÖNIX: Auszeichnung für die innovativsten Startups

09. März 2021 Drucken
Gründerpreis PHÖNIX: Auszeichnung für die innovativsten Startups
© aws/Anna Rauchenberger

Bereits zum siebten Mal wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) und des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) der Wettbewerb veranstaltet, um die besten Spin-offs, Startups und Prototypen einem breiten Publikum vorzustellen.

Der Österreichische Gründerpreis PHÖNIX holt die besten Startups, Spin-offs, Prototypen und Female Entrepreneurs vor den Vorhang. Ganz besonders zeigen die eingereichten Projekte, welches wirtschaftliche Potenzial in den Ergebnissen der heimischen Forschung steckt. In der aktuellen Runde waren 17 Projektteams aus insgesamt 180 Einreichungen für den Gründerpreis nominiert, nun wurden die besten Projekte im Rahmen einer digitalen Pressekonferenz vorgestellt.

„Gerade in der aktuellen Wirtschaftslage zeigt sich die besondere Bedeutung von standortrelevanter Innovation. Diese Projekte sichern nachhaltig den Standort und geben im internationalen Wettbewerb eine hervorragende Perspektive. Die Preisträger des PHÖNIX zeigen ganz besonders, wie es gelingt Ergebnisse der Wissenschaft in ein Unternehmen zu bringen und welches enorme wirtschaftliche Potenzial damit genutzt werden kann“, sagt Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort anlässlich der Bekanntgabe der Siegerteams. Neben der Qualität der Projekte spricht auch heuer die trotz herausforderndem Umfeld besonders stark gestiegene Anmeldezahl für die stetig wachsende Start-up- und Spin-off-Community des Landes.

Großes Innovationspotenzial an Universitäten

„Der Gründerpreis PHÖNIX zeigt heuer erneut eindrucksvoll die Ergebnisse des akademischen Wissens- und Technologietransfers. Die Projekte der Preisträgerinnen und Preisträger sind nicht nur international hoch-innovativ, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich. Bei der Forcierung von Entrepreneurship sind wir auf dem richtigen Weg und wir werden die Hochschulen und Forschungseinrichtungen weiterhin aktiv dabei unterstützen, ihre Innovationen in Produkte und Dienstleistungen umzuwandeln“, sagt Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung im Rahmen der Preisverleihung vor Journalisten.

„Nicht zuletzt die Corona-Krise veranschaulicht die Bedeutung eines funktionierenden Ökosystems aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, vom Leitbetrieb bis zum Start-up oder Spin-off“, so Georg Knill, Präsident der Industriellenvereinigung (IV), „denn erst, wenn Ideen unternehmerisch umgesetzt werden, können Wertschöpfung und Arbeitsplätze entstehen sowie Forschungsergebnisse nutzbar gemacht werden“. Daher gelte es, einerseits Anreize zu setzen, um Gründungen von Startups und Spin-offs zu fördern und den Unternehmergeist in der Bevölkerung zu wecken. „Andererseits müssen wir vorteilhafte Rahmenbedingungen für bestehende Innovationsnetzwerke sicherstellen. Nur durch das Zusammenwirken von etablierten Leitbetreiben und jungen Unternehmen können wir das Innovationspotenzial Österreichs optimal nützen“, so Knill.

Markterfolg trotz herausforderndem Umfeld

Die aws Geschäftsführung zeigt sich sowohl von der Anzahl als auch über die ausgesprochen hohe Qualität der eingereichten Unternehmungen beeindruckt: „Viele Startups und Spin-offs stehen aktuell vor besonderen Herausforderungen. Umso mehr freut es uns, dass der Gründerpreis PHÖNIX die herausragenden Leistungen dieser innovativen Unternehmen ins Rampenlicht rückt. Denn diese Entwicklungen leisten nicht nur einen entscheidenden Beitrag zum eigenen Geschäftserfolg, sondern auch einen positiven und nachhaltigen Beitrag für den gesamten Standort. Als Förderbank des Bundes unterstützt die aws diese Unternehmen von der ersten Idee bis zum internationalen Markterfolg“, sagt die aws Geschäftsführung, Edeltraud Stiftinger und Bernhard Sagmeister.

Die beiden Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, gratulieren den PHÖNIX-Preisträgern. „Besonders freut uns, dass 90 Prozent der PHÖNIX-Nominierten von der FFG in einem oder mehreren Förderprogrammen unterstützt werden. Das ist ein Indikator dafür, dass Forschungsaktivitäten wichtiger denn je sind. Innovative Unternehmerinnen und Unternehmer zeigen, wie man die Krise mit Kreativität und Innovationskraft nicht nur schneller und besser bewältigt, sondern auch zu einem klaren Vorteil im internationalen Wettbewerb nutzen kann“, so Henrietta Egerth und Klaus Pseiner.

Phönix: Die Besten in vier Kategorien

Der Österreichische Gründerpreis PHÖNIX wird von der aws in Kooperation mit der FFG und der IV organisiert. Der Preis wird in vier Kategorien verliehen. Die Preisträger gewinnen die Teilnahme bei einem einschlägigen (digitalen) Event im Wert von 5.000 Euro. Einreichen konnten alle Startups und Spin-offs, die ihren Firmensitz in Österreich haben und nach dem 1. Jänner 2014 gegründet wurden. Mit dabei sind auch verschiedene Teams von Universitäten und Forschungseinrichtungen für die Kategorie Prototyp. Neben innovativen Ideen wurde bei der Auswahl der Nominierten ein besonderes Augenmerk auf ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Sinne der UN-Ziele (Sustainable Development Goals, SDGs) gelegt.

Von einer Fachjury wurden unter 17 nominierten Unternehmen heuer folgende Preisträgerinnen und Preisträger gekürt:

Siegerin Kategorie Female Entrepreneurs: Evelyn Haslinger, Gründerin und Geschäftsführerin von Symflower GmbH
Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und mathematischen Modellen generiert Symflower automatisierte Tests jeder Art von Softwareentwicklung. Fehler, Leistungs- und Sicherheitsprobleme im Quellcode werden ohne Menschen 1000-mal schneller und 100-mal genauer aufgedeckt. Es werden dadurch bis zu 30 Prozent der Entwicklungszeit eingespart.

Sieger Kategorie Prototyp: Carbofeed, Universität für Bodenkultur Wien
Der CarboFeed Prozess, dessen zentrales Element ein Hefestamm ist, der CO2 und Elektrizität in Biomasse umwandelt, liefert eiweißreiches, hochwertiges Tierfutter oder Futtermittel-Zusatzstoffe. Dieser Prozess weist eine CO2-negative Klimabilanz auf und kann ohne agrarische Ausgangsprodukte erzeugt werden und ist frei von Pestiziden.

Sieger Kategorie Spin-Off: Parity Quantum Computing GmbH
Durch die Softwaresteuerung der ParityQC Architektur kann jedes Optimierungsproblem mit derselben skalierbaren Hardware gelöst werden. Eine unabhängige Hardware-Architektur und Software mit der die derzeit verschiedenen Plattformen, die beispielsweise bei Google oder IBM entstehen, arbeiten können. Diese patentierte Innovation hat die Chance einen internationalen Standard, eine Norm zu setzen.

Sieger Kategorie Startup: markta GmbH
www.markta.at, das ist Österreichs erster Online-Bauernmarkt, der regionale Lebensmittelproduzentinnen und Lebensmittelproduzenten mit Menschen zusammenbringt, die auf der Suche nach hochwertigen und regionalen Bio-Produkten sind. Diese Lebensmittel sind nicht nur qualitativ hochwertig und frisch, sondern sie schmecken auch sensationell. Es stärkt die regionale Wirtschaft und KleinproduzentInnen aus der Umgebung.