Mehr Geld für Erasmus: Zehn Millionen Menschen sollen profitieren

25. März 2021 Drucken
Mehr Geld für Erasmus: Zehn Millionen Menschen sollen profitieren
© APA (GEORG HOCHMUTH)

In das europäische Austausch- und Bildungsprogramm Erasmus fließt in den kommenden Jahren deutlich mehr Geld. Für die Jahre 2021 bis 2027 liegt das Budget bei 26,2 Milliarden Euro – was gut 11 Milliarden mehr sind als im vorherigen Zeitraum von 2014 bis 2020.

Auf Österreich entfallen aus den Fördertöpfen für Erasmus-Studierende mehr als 500 Mio. Euro. Hinzu kommen noch rund 2,2 Milliarden Euro aus den sogenannten EU-Außenfinanzierungsinstrumenten, wie die EU-Kommission mitteilte.

Es wird davon ausgegangen, dass rund zehn Millionen Europäerinnen und Europäer von dem Programm profitieren. Künftig soll auch stärker auf Inklusion sowie einen grünen und digitalen Wandel gesetzt werden.

Erasmus: Finanzielle Anreize

So werde es bei Erasmus etwa künftig finanzielle Anreize geben, mit dem Zug zu reisen, wobei Flugreisen nicht bestraft würden, da manche Gegenden schwierig mit der Bahn zu erreichen seien, erläuterte EU-Bildungskommissarin Marija Gabriel. Zu den Neuerungen gehören den Angaben zufolge auch Einzel- und Klassenaustausche von Schülerinnen und Schülern. Kleinere Organisationen wie Schulen sowie Jugend- und Sportvereine sollen einfacher Gelder beantragen können.

In den vergangenen drei Jahrzehnten haben den Angaben zufolge mehr als zehn Millionen Menschen aus 33 Ländern am Programm teilgenommen. Das Studenten-Austauschprogramm Erasmus gibt es seit 1987. Unter dem Namen Erasmus+ wurden 2014 bisherige EU-Programme für lebenslanges Lernen, Jugend und Sport sowie Kooperationsprogramme im Hochschulbereich zusammengeführt. Erasmus+ wird fortgesetzt.

26 Milliarden für 7 Jahre

Mit mehr als 26 Mrd. Euro für die Dauer von sieben Jahren startet die neue Programmgeneration – davon 83% für Bildung, 10,3% für Jugend und 1,9% für Sport.  Erasmus gilt als eines der beliebtesten EU-Programme. Es steht Schülerinnen und Schülern, Studierenden, Auszubildenden, Erwachsenen, Jugendlichen, Jugendarbeiterinnen und -arbeitern und Sporttrainerinnen und -trainern offen.

Susanne Raab, Bundesministerin für Frauen, Familie, Jugend und Integration im Bundeskanzleramt, streicht hervor: „Europäische Jugendprogramme sind auch für Jugendliche in Österreich von großer Bedeutung. Die Auslandserfahrung spielt eine wichtige Rolle in der individuellen Entwicklung junger Menschen. Erasmus+ und das Europäische Solidaritätskorps leisten einen wesentlichen Beitrag zur österreichischen Jugendpolitik. Der OeAD besteht seit knapp 60 Jahren und hat viel Expertise im Bereich transnationaler Zusammenarbeit und Mobilität. Es macht Sinn, dass der OeAD daher auch für das gesamte Programm und das Europäische Solidaritätskorps in Österreich zuständig ist.“ (APA/red)