Coronavirus-Studie: Pflegeheim-Bewohner nach einer Impfdosis geschützt

29. März 2021 Drucken
Coronavirus-Studie: Pflegeheim-Bewohner nach einer Impfdosis geschützt
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Die beiden in Großbritannien eingesetzten Corona-Impfstoffe von BioNtech/Pfizer und AstraZeneca verhindern bereits nach der ersten Dosis mehr als die Hälfte aller zu erwartenden Infektionen bei Pflegeheimbewohnern.

Das geht aus einer Studie des University College London (UCL) hervor. Demnach verhindern beide Präparate vier Wochen nach einer ersten Impfdosis 56 Prozent der Infektionen mit dem Coronavirus.

Eine Woche später betrage dieser Impfschutz bereits 62 Prozent, hieß es in einer Mitteilung. Betrachtet wurden mehr als 10.000 Pflegeheimbewohner in England mit einem Durchschnittsalter von 86 Jahren. Dabei wurde verglichen, wie viele Infektionen in einer geimpften Gruppe im Vergleich zu einer ungeimpften Gruppe auftraten. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass eine einzelne Impfdosis eine Schutzwirkung hat, die von der vierten bis mindestens zur siebenten Woche nach der Impfung anhält“, sagte Laura Shallcross vom Institut for Health Informatics der Universität.

Coronavirus-Impfung schützt auch gegen Mutation

Die Studie habe auch ergeben, dass die Impfstoffe wirksam gegen die höher ansteckende Coronavirus-Variante B.1.1.7 seien, hieß es weiter. Es gebe zudem Hinweise, dass Infizierte, die zuvor geimpft wurden, weniger ansteckend seien.

Großbritannien setzt darauf, möglichst viele Menschen so schnell wie möglich mit einer ersten Impfdosis gegen das Coronavirus zu versorgen. Die für den vollen Impfschutz notwendige zweite Dosis soll spätestens nach zwölf Wochen folgen. Bisher wurden in dem Land bereits mehr als 30 Millionen Menschen erstmalig geimpft. Eine zweite Dosis erhielten bisher etwa 3,5 Millionen Menschen. (APA/red)

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