Geschäftsbericht der Erste Group: geprüfte Zahlen bestätigten solides operatives Ergebnis im Covid-Jahr

29. März 2021 Drucken
Geschäftsbericht der Erste Group: geprüfte Zahlen bestätigten solides operatives Ergebnis im Covid-Jahr
(c) Erste Group

Die Erste Group Bank AG hat ihren Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2020 veröffentlicht, die vorläufigen Finanzergebnisse für 2020 wurden bereits am 26. Februar veröffentlicht. Neben den Finanzzahlen enthält der neue Geschäftsbericht den nichtfinanziellen Bericht über die Aktivitäten der Bankengruppe in den Bereichen Nachhaltigkeit, Social Banking und Diversität.

Die von Wirtschaftsprüfern testierten Zahlen im Geschäftsbericht bestätigen die vorläufigen Ergebnisse die Ende Februar veröffentlicht wurden: Die Erste Group konnte das Corona-Jahr 2020 mit einem soliden Betriebsergebnis von 2,9 Mrd Euro (-1,3 Prozent im Jahresvergleich) abschließen. Für mögliche Kreditausfälle nach der Pandemie wurden knapp 1,3 Mrd Euro an Risikovorsorgen gebildet. Das Nettoergebnis sank dadurch um 46,7 Prozent auf 783 Mio Euro. Kundenkredite stiegen hingegen um 3,6 Prozent auf 166,1 Mrd Euro, Kundeneinlagen um 9,9 Prozent auf 191,1 Mrd Euro. Die harte Kernkapitalquote (CET1, final) stieg abermals von 13,7 Prozent auf 14,2 Prozent.

Erste Group: Stabil im Krisenjahr, gut positioniert für den Aufschwung

Bernd Spalt, CEO der Erste Group, betont im „Vorwort des Vorstands“, dass sich im Jahr 2020 sowohl die Strategie der Gruppe als auch die grundsätzliche Stärke der CEE-Region bestätigt hat. Trotz des herausfordernden Umfelds, das durch die globale Pandemie hervorgerufen wurde, konnte die Erste Group ein besser als erwartetes Betriebsergebnis erzielen und verzeichnete ein solides Nettokreditwachstum aufgrund „echter“ Kreditnachfrage von Privat- und Firmenkunden. Die Bankengruppe profitierte auch von der starken Kundenakzeptanz ihrer digitalen Plattform George sowie von ihren Veranlagungsprodukten und Prosperity Advice-Angebot. Der Aufschwung, mit dem man in Zentral- und Osteuropa im Jahr 2021 rechne, böte der Erste Group zudem die Möglichkeit, die Unternehmen und Volkswirtschaften der Region bei ihrem Übergang in eine grüne und digitale Zukunft zu unterstützen, schreibt Spalt.

Dividendenvorschlag wird der Hauptversammlung unterbreitet

Wie bereits am 26. Februar angekündigt, wird der Vorstand der derzeitigen Empfehlung der EZB folgen und der Hauptversammlung am 19. Mai eine Dividende von 50 Cent pro Aktie für 2020 vorschlagen. Zusätzlich hat der Vorstand 1 Euro pro Aktie für eine mögliche weitere Dividende nach Aufhebung der Beschränkungen reserviert.

Den Aktionären werden bei der Hauptversammlung auch detaillierte Berichte über die Vergütungspolitik und -praxis für die Vorstandsmitglieder der Erste Group vorgelegt. Die Erste Group wird diese Berichte, die das österreichische Aktiengesetz für alle börsennotierten Unternehmen vorsieht, ab Mitte April online zur Verfügung stellen. Den Geschäftsbericht 2020 finden Sie unter www.erstegroup.com/de/investoren