Zahl der angekündigten Investitionsprojekte 2020 gestiegen

10. Juni 2021 Drucken
Zahl der angekündigten Investitionsprojekte 2020 gestiegen
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Die Zahl der angekündigten Investitionsprojekte ausländischer Firmen ist 2020 in Österreich gegen den Trend in Europa gestiegen. Vor allem deutsche Firmen engagierten sich hierzulande. Nach 69 Projekten 2019 wurden im Coronajahr 2020 76 Projekte registriert, davon 34 aus Deutschland. Das teilt das Beratungsunternehmen EY mit.

Österreich belegt mit den 76 Projekten den 15. Rang in Europa hinter der Schweiz, wo die Zahl der angekündigten Investitionsprojekte von 73 auf 91 stieg. In den großen europäischen Volkswirtschaften Frankreich, Großbritannien und Deutschland hingegen gab es weniger Projekte. In Frankreich, dem laut EY führenden Investitionsstandort Europas, sank die Zahl der Projekte von 1.197 auf 985, in Großbritannien von 1.109 auf 975 und in Deutschland von 971 auf 930.

Insgesamt vermerkte EY im Vorjahr 5.578 angekündigte Investitionsprojekte in Europa, dies sei zwar ein Rückgang gegenüber 6.412 Projekten 2019, aber dennoch der sechsthöchste Wert seit 2006, bilanzierte das Beratungsunternehmen. Mit 13 Prozent weniger Projekten sei der Rückgang geringer als angesichts der Coronakrise befürchtet worden sei.

Corona Pandemie: Impact auf Investitionsprojekte

Die Pandemie hinterließ dennoch Spuren im Investitionsgeschehen. Der Life-Science-Sektor verzeichnete einen Nachfrageschub, was die Zahl der angekündigten, ausländischen Investitionsprojekte europaweit von 164 auf 265 anstiegen ließ. EY erwartet, dass der Investitionsboom im Pharmabereich auch längerfristig anhalten wird. In allen anderen wichtigen Branchen gingen die Auslandsinvestitionen 2020 aber zurück, wenn auch unterschiedlich stark. In der Auto- und Luftfahrtindustrie sanken sie um mehr als 30 Prozent und Maschinen- und Anlagenbau sowie im Finanzsektor um mehr als 20 Prozent. Im Gegensatz dazu erwiesen sich die Sektoren Groß- und Einzelhandel sowie die Chemiebranche als widerstandsfähiger, hier sanken die Investitionen nur um 2 bzw. 5 Prozent. (APA/red)

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