Forscher berichten von Unterschieden bei Delta-Symptomen

14. Juni 2021 Drucken
Forscher berichten von Unterschieden bei Delta-Symptomen
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Die zunächst in Indien entdeckten Corona-Variante Delta kann bei Patienten anscheinend etwas andere Symptome als frühere Corona-Typen verursachen.

In einer britischen App zur Überwachung von Corona-Symptomen wurden zuletzt am häufigsten Kopfschmerzen, eine laufende Nase und eine raue Kehle gemeldet, wie die BBC am Montag berichtete. In Großbritannien macht die als sehr ansteckend geltende Delta-Variante bereits mehr als 90 Prozent aller Fälle aus.

Tim Spector vom King“s College London, der die Zoe Covid Symptoms-Studie leitet und die gemeldeten Symptome auswertet, sagte dem Sender: „Seit Anfang Mai haben wir uns die häufigsten Symptome der App-Nutzer angeschaut – und sie sind nicht mehr dieselben wie zuvor.“ Zwar gehöre Fieber noch immer dazu, aber der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn, der bisher als typisches Corona-Symptom galt, sei weniger gängig. Zeitlich passe dies mit der Verbreitung der Delta-Variante zusammen. Für einige jüngere Menschen könne sich Covid-19 somit stärker wie eine einfache Erkältung anfühlen, sagte Spector – und rief Betroffene auf, sich in jedem Fall testen zu lassen.

Die Delta-Variante ist eine durch Mutationen entstandene Variante des Coronavirus SARS-CoV-2, welche auch unter dem Synonym „Indische Variante“ bekannt ist. Diese Kombination aus britischer und südafrikanischer Variante von SARS-CoV-2 wurde erstmals bei Stichproben in Indien aus dem Bundesstaat Maharashtra nachgewiesen. Sie wurde am 5. Oktober 2020 entdeckt und war relativ unauffällig, bis sie ab Januar 2021 in immer mehr Proben auftauchte. In Großbritannien wurde sie erstmals am 22. Februar 2021 nachgewiesen, in Deutschland wurde sie dem Vernehmen nach das 1. Mal im März 2021 identifiziert. (APA/red)

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