Weltklimakonferenz ante portas: Erhebliche Differenzen bleiben

27. Juli 2021 Drucken
Weltklimakonferenz ante portas: Erhebliche Differenzen bleiben
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Keine 100 Tage vor der UN-Weltklimakonferenz in Glasgow ist nach Worten des designierten Konferenz-Präsidenten Alok Sharma der Weg zu einer Einigung noch weit.

Laut Sharma gäbe es „immer noch erhebliche Differenzen, die bestehen bleiben“, sagte der Präsident der Weltklimakonferenz nach einem zweitägigen Vorbereitungstreffen mit Vertretern aus Dutzenden Ländern in London. „Wir sind enger zusammengerückt. Dennoch sind wir bei diesen lebenswichtigen Fragen noch nicht nah genug beieinander.“

Vor der COP26 in Glasgow gebe es noch viel zu tun, sagte Sharma. In der schottischen Großstadt soll im November die Weltklimakonferenz stattfinden, nachdem sie im vergangenen Jahr wegen der Pandemie verschoben worden war. Das Treffen gilt als wichtiger Meilenstein, um Vereinbarungen über die konkrete weitere Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens zu treffen.

Weltklimakonferenz: Konkrete Umsetzung von Maßnahmen

Bei den Beratungen in London ging es vor allem darum, wie die Weltklimakonferenz im Herbst zu Erfolgen führen kann. Dabei stand vor allem die konkrete Umsetzung von Maßnahmen im Mittelpunkt, um das 1,5-Grad-Klimaziel noch zu erreichen. Deutschland kommt dabei zusammen mit Kanada die Aufgabe zu, die Klimafinanzierung für Entwicklungsländer zu verbessern und einen Plan für die Bereitstellung von 100 Mrd. Dollar (84,8 Mrd. Euro) pro Jahr verhandeln.

Zentrales Ziel des Pariser Klimaabkommens ist es, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen sowie alles daran zu setzen, den Temperaturanstieg bereits bei 1,5 Grad zu stoppen. Viele Staaten haben zwar Ziele zur Reduzierung ihrer klimaschädlichen Emissionen verabschiedet, tun aber bisher nicht genug, um diese auch tatsächlich rechtzeitig zu erreichen. (APA/red)