Benzinkosten in Deutschland höher als Stromkosten für E-Autos

19. August 2021 Drucken
Benzinkosten in Deutschland höher als Stromkosten für E-Autos
© APA dpa Symbolbild

Elektroautos sind in Deutschland nach Berechnungen des Portals Check24 erheblich günstiger als die Spritkosten eines herkömmlichen Benziners.

Ausgehend vom jährlichen Durchschnittsverbrauch und durchschnittlichen Jahreskilometern bezifferte das Unternehmen die jährlichen durchschnittlichen Benzinkosten am Donnerstag auf 1.385 Euro. Basis waren dabei die Durchschnittspreise im Juni.

Der Strom für die gleiche Fahrleistung eines E-Autos würde demnach 730 Euro kosten, womit die Benzinkosten um 90 Prozent höher wären. Die Benzinpreise sind nach einem Tief zu Beginn der Coronakrise stark gestiegen. Grundlage der Schätzung sind Statistiken von Behörden und Verbänden und eigene Berechnungen des Unternehmens.

Das deutsche Verkehrsministerium beziffert den Durchschnittsverbrauch der Autos in Deutschland auf 7,8 Liter pro 100 Kilometer. Den durchschnittlichen Stromverbrauch eines E-Autos schätzt Check24 auf Basis von ADAC-Daten und eigenen Berechnungen auf 20,7 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Die durchschnittliche Fahrleistung beziffert das Portal auf 11.387 Kilometer im Jahr, basierend auf Daten seiner Kfz-Versicherungskunden.

Benzinkosten noch kein Kaufgrund

Autos mit herkömmlichem Motor sind nach einer repräsentativen Yougov-Umfrage im Auftrag von Check24 jedoch nach wie vor viel beliebter als Elektrofahrzeuge. Von den gut 2.030 Befragten sagten nur zehn Prozent derjenigen, die sich in den vergangenen zwölf Monaten ein Auto kauften oder dies planen, dass sie sich für ein Elektroauto entschieden oder dies beabsichtigen.

Im Juli sind 57.000 E-Autos in Deutschland neu zugelassen worden, damit sei die Marke erreicht, so die deutsche Bundesregierung in einer Erklärung. Über die Hälfte sind demnach rein elektrische Fahrzeuge, die übrigen Plug-in-Hybride sowie Brennstoffzellenfahrzeuge. Die Regierung wollte die eine Million ursprünglich im Jahr 2020 schaffen.(APA/red)