Virtual Vehicle: Steirische Version der Zukunft des Autos

01. September 2021 Drucken
Virtual Vehicle: Steirische Version der Zukunft des Autos
© Virtual Vehicle

Das „Graz Symposium virtuelles Fahrzeug“ hat am Mittwochvormittag Einblicke in die Entwicklungen der Automobilindustrie geliefert.

Veranstaltet von Virtual Vehicle, Europas größtem Forschungszentrum für virtuelle Fahrzeugentwicklung, ist das Symposium eine Plattform für Austausch und Vernetzung internationaler Branchenkenner. Die präsentierten Modelle der selbstfahrenden Autos sind ähnlich futuristisch wie der ausgestellte DeLorean aus „Zurück in die Zukunft“ gewesen.

Bereits zum 14. Mal fand das Symposium in Graz statt. In diesem Jahr wurden zukunftsweisende Forschungsprojekte und Entwicklungen zu Themen wie alternative Antriebsformen und dem „Software Defined Vehicle“ – einem Fahrzeug, das über die Software gesteuert werden kann – vorgestellt. Jost Bernasch, Geschäftsführer des Virtual Vehicle Forschungsinstituts, erklärte: „Wir beschäftigen uns damit, welche Lösungen man in Zukunft in den Autos benötigen wird und was Kunden attraktiv finden.“

Virtual Vehicle: Weltpremiere für „ZeroOne“

Besonders war die Weltpremiere für „ZeroOne“, einem im Jahr 2021 entwickelten Konzeptfahrzeug. In dem autonomen Stadtfahrzeug mit crash-optimierten Aufbau sucht man Lenkrad und Gaspedal vergeblich, stattdessen ist der Fahrerraum mit einem großen Display zur Unterhaltung ausgestattet. Nur ein Joystick ermöglicht das Eingreifen im Notfall. „Durch autonome Konzepte verändert sich das Auto zu einem attraktiven Aufenthaltsort. Das Interieur gewinnt deutlich an Relevanz, da man im Auto arbeiten und entspannen will“, meinte Bernasch.

Neben dieser Weltpremiere stellte Virtual Vehicle zahlreiche andere zukunftsweisende Technologien vor: Auf einem Ford Mondeo Hybrid wurden Radar-Sensoren mit vollständiger 360 Grad-Erkennung demonstriert, die montierten Lidar-Sensoren sollen für den städtischen Fahrbetrieb geeignet sein. Der von Virtual Vehicle entwickelte Testroboter „Spider“ wurde bei dem Symposium ebenfalls gezeigt und drehte auf dem Gelände seine Runden. Das Testsystem soll ein Gerät „von Technikern für Techniker“ sein, hieß es: Firmen, die Sensoren testen, können einfach auf das Gerüst aufbauen. Sprecher wie Carlo van Driesten (BMW Group) oder Florian Netter (Argo.AI) waren eingeladen, beim Symposium vorzutragen – wegen der Corona-Maßnahmen konnten manche Keynote-Speaker nur über Livestream teilnehmen. (APA/red)