250 Jahre Wiener Börse

06. September 2021 Drucken
250 Jahre Wiener Börse
© Wiener Börse

Die Wiener Börse feierte kürzlich ihren 250. Geburtstag. Sie wurde am 2. September 1771 von Kaiserin Maria Theresia gegründet und zählt somit zu den ältesten Börsen der Welt. Mit der Wiener Börse, einem ebenso traditionsreichen wie modernen Unternehmen, verbindet die Erste Group eine lange und enge Partnerschaft.

Kaiserin Maria Theresia gründete 1771 die Wiener Börse als Zwangsbörse zur staatlichen Kapitalaufbringung nach französischem Vorbild. Anfänglich wurden Anleihen, Wechsel und Devisen gehandelt. Börsenmakler, auch Sensale genannt, sorgten für den reibungslosen Handel und erhielten für die Vermittlung der Geschäfte eine Provision.

Damals fand der Handel an der Wiener Börse noch persönlich und nicht wie heute elektronisch statt. Die Börse als zentraler Markt garantierte neben offizieller Kursfestsetzung auch Schnelligkeit und Sicherheit in der Geschäftsabwicklung.

Seit 25 Jahren an der Wiener Börse

Die Erste Group, seit knapp 25 Jahren an der Wiener Börse gelistet, ist ein Schwergewicht im ATX-Index. Gleichzeitig ist sie Händlerin und Marketmaker für eine Vielzahl von Kapitalmarktprodukten, Dienstleisterin für Investoren und Emittenten sowie Aktionärin der Wiener Börse AG. „Gemeinsam sind wir „Brückenbauer“ zwischen der Realwirtschaft und der Finanzwirtschaft“, wie Stefan Dörfler (CFO Erste Group und Aufsichtsratsmitglied Wiener Börse AG) in einer Video-Grußbotschaft zum Geburtstag der Börse hervorhebt. 

Die Erste Group am Wiener Aktienmarkt 

Die Notierung der Erste Group-Aktie an der Wiener Börse wird sich Anfang Dezember 2022 zum 25. Mal jähren. Seit ihrem Börsengang im Jahr 1997 hat sich die Börsenkapitalisierung der Erste Group, unterstützt durch erfolgreiche Kapitalerhöhungen, deutlich (von 1,97 Mrd. auf aktuell 14,68 Mrd. Euro)* erhöht.

Derzeit liegt der Österreich-Anteil der Aktionärsstruktur bei 28,85 Prozent, wobei die Mehrheit davon ERSTE Stiftung, Sparkassenbeteiligungs GmbH & Co KG, Sparkassenstiftungen und andere Syndikatspartner entfällt. Weitere Anteile werden hauptsächlich von Investoren in Nordamerika, UK/Irland und Kontinentaleuropa gehalten. *basierend auf einem Kurs von 34,15 Euro per 25. August 2021

Der im November 1997 durchgeführte Börsengang (IPO) stellte mit der Ausgabe von 11,5 Mio. Aktien mit einem Gegenwert von über 500 Mio. Euro die bis dahin größte Emission an der Wiener Börse dar. Zur Finanzierung der 1997 begonnenen Expansion in die CEE-Länder (Ungarn, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Kroatien, Serbien) folgten insgesamt vier Kapitalerhöhungen im Rahmen eines öffentlichen Angebotes (SPO) an der Wiener Börse.  

Erfolgreiche Entwicklung

Seit ihrem Börsengang entwickelte sich die Erste Group nicht nur zu einem der führenden Finanzinstitutionen in Zentral- und Osteuropa, sondern blickt auch auf eine erfolgreiche, teils auch recht volatile, Entwicklung des Aktienkurses zurück. Ihren historischen Höchststand erreichte sie bei 61,5 Euro im April 2007. Im Februar 2009 verzeichnete die Aktie infolge der internationalen Finanzkrise bei 7,0 Euro den niedrigsten Kurs ihrer Geschichte. Durch die konsequente Umsetzung ihrer Strategie hat die Erste Group auch herausfordernde Zeiten wie im Jahr 2009 oder die aktuelle Corona-Krise gut bewältigt. 

Derzeit notiert die Aktie der Erste Group bei rund 34 Euro, nicht zuletzt aufgrund der nach oben revidierten Analystenschätzungen und des besser als erwarteten EBA Stresstest-Ergebnisses. 

Wichtige rechtliche Hinweise: Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

Der Autor Peter Klopf ist Pressesprecher der Erste Group.