Intensivbetten: Belag steigt laut Prognose-Konsortium „signifikant“

15. September 2021 Drucken
Intensivbetten: Belag steigt laut Prognose-Konsortium „signifikant“
© APA/Themenbild

Die Experten des Covid-Prognose-Konsortiums gehen von einem „signifikant“ steigenden Bettenbelag auf Intensivstationen mit Corona-Infizierten in den kommenden zwei Wochen aus.

Österreichweit wird ein Zuwachs von 9,8 auf 15,9 Prozent beim Bedarf der Intensivbetten erwartet. Das sind 326 statt aktuell rund 200 schwerstkranke Covid-Patienten und übersteigt somit die von der Corona-Kommission definierte Grenze zum mittleren Systemrisiko, heißt es in der Berechnung für das Gesundheitsministerium.

Im Burgenland, in Vorarlberg, Wien sowie in Nieder- und Oberösterreich könne im Worst-Case-Szenario innerhalb des Prognosezeitraums ein Überschreiten der 33-Prozent-Marke nicht ausgeschlossen werden, warnten die Modellrechner. Sollte sich der seit Beginn des Sommers ansteigende Trend der Infektionszahlen nicht bald umdrehen, steige die Wahrscheinlichkeit des Erreichens dieser Auslastungsgrenze der intensivbetten zunehmend an.

Intensivbetten: Fallprognose mit alarmierendem Anstieg

Die Fallprognose für die kommenden sieben Tage geht österreichweit von einem weiterhin steigenden Trend der täglichen Neuinfektionen und rund 2.500 Fällen pro Tag aus. Am 22. September wird eine Sieben-Tage-Inzidenz von 203 Fällen je 100.000 Einwohner erwartet. Die Spannbreite in den einzelnen Bundesländern reicht von 131 in der Steiermark bis 279 in Wien.

Die Experten erwarten, dass der Schulbeginn in den westlichen Bundesländern zu einem ähnlichen Anstieg der gemeldeten positiven Tests in den Altersgruppen der schulpflichtigen Bevölkerung führen wird, wie dies in Burgenland, Niederösterreich und Wien der Fall war. Die am Mittwoch in Kraft getretenen Schutzmaßnahmen haben auf die aktuelle Prognose keinen Einfluss, wurde betont. (APA/red)

Der aktuelle Covid-19-Tracker findet sich hier

Die wichtigsten Links von Behörden und Institutionen für Unternehmen rund um das Coronavirus finden sich hier.