Salzburgs Tourismus erwartet positiven Winter

04. Oktober 2021 Drucken
Salzburgs Tourismus erwartet positiven Winter
APA/dpa

Läuft alles nach den Vorstellungen der Salzburger Tourismuswirtschaft, dann könnte man in diesem Winter auf etwa 80 Prozent der Übernachtungen einer normalen Saison kommen.

Diese optimistische Prognose gab Leo Bauernberger, Geschäftsführer der Salzburger Land Tourismus GmbH (SLTG), heute, Montag, bei einem Pressegespräch zum Start der Werbekampagne für die bevorstehende Wintersaison ab. Allerdings: Es stünden mindestens zehn Fragezeichen hinter dieser Einschätzung.

Angesichts der Coronapandemie sind die Touristiker vorsichtig geworden. Doch im Unterschied zur vergangenen Wintersaison, die mit einem Totalausfall endete, habe man heuer die Impfung als „Gamechanger“. Deshalb appellierte auch Erich Egger, Sprecher der Salzburger Seilbahnwirtschaft und Vorstand der Schmittenhöhebahn AG, gerade in einem Tourismusland wie Salzburg die Impfquote zu heben.

Luft nach oben bei Impfung

Die Impfung sei ein Schlüssel, um Einreisebeschränkungen oder Schließungen zu verhindern. Derzeit liegt Salzburg mit einer Impfquote von unter 60 Prozent im hinteren Bereich der österreichischen Bundesländer. Bei den Gästen sieht es anders aus: Rund 80 Prozent der Touristen im Salzburger Land seien im Sommer schon geimpft gewesen, erklärte Bauernberger: „Das Impfen ist notwendig, um den Wintertourismus wieder in normale Größen zu bringen.“

Um wie viel es dabei geht, veranschaulichte Bauernberger mit Zahlen: In einer normalen Wintersaison im Tourismus zähle das Land Salzburg rund vier Mio. Gäste und 16 Mio. Übernachtungen. Der Umsatz mit dem Wintertourismus betrage rund drei Mrd. Euro.

Alle Märkte im Fokus

Die Nachfrage nach Winterurlaub in Salzburg sei jedenfalls hoch, vermelden die Touristiker. Man nehme den Schwung aus dem Sommer mit, begründete Bauernberger die positive Stimmung. Von Mai bis August wurden die Erwartungen der Touristiker mit rund 8,3 Mio. Nächtigungen und einem Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2020 übertroffen.

Auch die Tatsache, dass der Wintergast in Salzburg vor allem aus den europäischen Märkten wie Deutschland, Österreich, Großbritannien, Osteuropa, Benelux oder Skandinavien kommt, sorgt für Hoffnung und eine gute Buchungslage. Neue Flugverbindungen aus Großbritannien, Island oder Norwegen tragen ebenfalls zur positiven Stimmung bei.

Einheimischen-Winter-Tourismus soll sich nicht wiederholen

„Der letzte Winter war ein Winter der Einheimischen, der heurige Winter soll wieder ein Winter für alle sein“, gab sich auch Egger optimistisch, dass man mit 3G-Regel und FFP2-Maskenpflicht in den Kabinen eine normale Skisaison erleben werde. Man warte nun dringend auf die Durchführungsverordnung, um die Maßnahmen vorbereiten zu können. Im Vorjahr habe die Seilbahnwirtschaft bis zu 85 Prozent weniger Skifahrer und bis zu 95 Prozent Einnahmenausfall hinnehmen müssen.

In der Werbung um den Wintergast setzt Salzburg auf Emotion. „Wir versuchen die Liebe zum Schnee zu transportieren“, sagte Bauernberger. Rund vier Mio. Euro werden in die Kampagne investiert. (APA/red)

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