EU und USA stellten Aktionsplan zur Methan-Reduzierung vor

03. November 2021 Drucken
EU und USA stellten Aktionsplan zur Methan-Reduzierung vor
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Die US-Regierung hat am Rande der Weltklimakonferenz in Glasgow einen nationalen Aktionsplan zur Reduzierung von klimaschädlichem Methan vorgestellt.

Die Umweltschutzbehörde EPA schlage im Aktionsplan zur Methan-Reduzierung ausgeweitete Vorschriften für neue Öl- und Gasbohrlöcher vor, teilte das Weiße Haus mit. Bereits Mitte September wurden Pläne bekannt, wonach die USA und die EU mit einer Initiative die Emissionen bis 2030 um ein Drittel senken wollen – 90 Staaten tragen diese inzwischen mit.

In einer gemeinsamen Erklärung wollen sich die USA und die EU dazu verpflichten, die vom Menschen verursachten Methanemissionen bis zum Jahr 2030 um mindestens 30 Prozent gegenüber dem Stand von 2020 zu reduzieren, wie aus dem Entwurf des „Global Methane Pledge“ hervor geht. Drei Wochen vor dem Beginn des UN-Klimagipfels waren nach Angaben der EU-Kommission bereits neun der 20 weltweit größten Methan-Emittenten mit an Bord und insgesamt 30 Prozent der weltweiten Emittenten.

60 Länder wollen Methan reduzieren

Laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen haben sich vor der COP bereits über 60 Länder der Initiative angeschlossen, wie sie wenige Tage vor Beginn der Klimakonferenz mitteilte. Methan (CH4) entsteht vor allem im Agrarsektor bei der Verdauung von Rindern. Es ist das zweitschädlichste Treibhausgas und verantwortlich für Klimaerwärmung und Luftverschmutzung. Auf der Weltklimakonferenz in Glasgow haben sich nach Angaben des Weißen Hauses nun mehr als 90 Staaten der Initiative angeschlossen. Wenn sie erfolgreich umgesetzt wird, könnte die Klimaerwärmung bis 2050 der EU-Kommission zufolge um rund 0,2 Grad reduziert werden.

In den USA würden die Bundesstaaten erstmals aufgefordert, Pläne zur Reduzierung des Methan-Ausstoßes zu entwickeln. Das Innenministerium werde ein „aggressives Programm“ starten, um Hunderttausende verlassene Öl- und Gasbohrlöcher zu versiegeln. Vorschriften für Betreiber von Pipelines würden verschärft, um gegen Methan-Lecks vorzugehen. Bei Mülldeponien solle der Ausstoß des klimaschädlichen Gases stark begrenzt werden.

In Österreich beträgt der Anteil an Methan laut aktueller Treibhausgasinventur des Umweltbundesamts 7,8 Prozent, was bei rund 80 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten im Jahr 2019 etwas mehr als 6 Millionen Tonnen entsprechen würde. Die konkreten Pläne der EU-Kommission zum „Global Methane Pledge“ finden sich hier! (APA/red)