Valneva will nächstes Jahr 24,3 Millionen Impfstoff-Dosen an die EU liefern

24. November 2021 Drucken
Valneva will nächstes Jahr 24,3 Millionen Impfstoff-Dosen an die EU liefern
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Das französisch-österreichische Pharmaunternehmen Valneva hat mit der EU-Kommission einen Kaufvertrag über 60 Millionen Dosen seines inaktivierten Covid-19-Impfstoffs VLA2001 unterschrieben.

Vor rund zwei Wochen hatte die EU-Kommission den Vorabverkaufvertrag für VLA2001, einen sogenannten „Totimpfstoff“, bereits genehmigt. Nachdem die EU-Mitgliedsstaaten die Mengen abschließend geprüft hätten, rechne Valneva nun damit 24,3 Millionen Dosen im zweiten und dritten Quartal 2022 zu liefern, heißt es in einer Aussendung des Konzerns.

Diese feste Bestellung könne dann optional auf bis zu 60 Millionen Dosen erhöht werden, die 2023 ausgeliefert würden. Anfang November sprach die EU-Kommission noch von 27 Millionen Dosen im ganzen Jahr 2022, mit der Option auf 33 Millionen weitere Dosen im Folgejahr.

Allerdings steht noch die Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) aus. „Wir freuen uns darauf, jetzt, da die zuständigen Gutachter (Rapporteurs) ernannt wurden, die rollierende Überprüfung bei der EMA in Gang zu bringen“, wird Valneva-Geschäftsführer (CBO) Franck Grimaud in der Mitteilung des Unternehmens zitiert. Im Oktober hatte Valneva bereits „positive“ Ergebnisse aus der klinischen Phase-3-Studie für seinen Impfstoffkandidaten gemeldet.

Valneva als achter Impfstoff in der EU

Die Europäische Kommission hat mit Valneva den achten Vertrag mit einem Pharmaunternehmen über den Ankauf seines potenziellen Impfstoffs gegen COVID-19 genehmigt. Der Vertrag mit Valneva eröffnet allen EU-Mitgliedstaaten die Möglichkeit, im Jahr 2022 fast 27 Millionen Dosen zu kaufen. Er sieht zudem vor, dass der Impfstoff an neue Variantenstämme angepasst werden kann, und die Mitgliedstaaten können 2023 bis zu 33 Millionen weitere Impfstoffdosen nachbestellen.

Der Vertrag mit Valneva ergänzt das bereits gesicherte umfangreiche Portfolio an Impfstoffen, die in Europa produziert werden sollen, darunter die bereits unterzeichneten Verträge mit AstraZenecaSanofi-GSKJanssen Pharmaceutica NVBioNTech-PfizerCureVacModerna und Novavax. Dieses breit gefächerte Impfstoffportfolio gewährleistet, dass Europa gut für die Durchführung der Impfungen vorbereitet ist, sobald sich die Impfstoffe als sicher und wirksam erwiesen haben. Die Mitgliedstaaten haben die Möglichkeit, den Impfstoff Ländern mit niedrigen oder mittleren Einkommen zu spenden oder ihn anderen europäischen Ländern zukommen zu lassen.

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