Datenschutz: Hälfte der Österreicher ist bereit, den Impfstatus via App zu teilen

29. November 2021 Drucken
Datenschutz: Hälfte der Österreicher ist bereit, den Impfstatus via App zu teilen
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Der Großteil der heimischen Befragten ist sich bewusst, dass Unternehmen persönliche Daten sammeln und verarbeiten, 45 Prozent sehen darin jedoch kein Risiko. Mehr als die Hälfte ist sogar bereit, Arbeitgeber, Fluglinien und Reiseunternehmen sowie Eventveranstalter über ihren Impfstatus zu informieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Deloitte.

Die überwiegende Mehrheit der Befragten (88 Prozent) glaubt, dass Firmen online persönliche Daten von Konsumenten sammeln und diese verarbeiten. 45 Prozent bereitet das aber keinen Grund zur Sorge. Diese offene Haltung beim Thema Datenschutz spiegelt sich auch bei der Bereitschaft wider, den persönlichen COVID-19-Impfstatus zu teilen. „54 Prozent der befragten Konsumenten sind bereit, dem Arbeitgeber via App Auskunft über den eigenen Impfstatus zu geben. Ebenfalls die Hälfte würde Fluglinien und Reiseunternehmen sowie Eventveranstalter darüber informieren“, sagt Nikola Süssl, Partner bei Deloitte Österreich.

Lockerer Umgang mit Datenschutz

Dieser eher lockere Umgang mit dem Thema Datenschutz wird ebenfalls durch die steigende Popularität vernetzter Geräte, die Konsumentendaten kontinuierlich teilen, sichtbar: Österreicher integrieren Smartwatches und Fitness-Tracker zunehmend in ihren Alltag. 54 Prozent der Studienteilnehmer besitzen mittlerweile bereits ein Smart TV. Zurzeit sind insbesondere intelligente Lautsprecher mit Sprachassistenten hoch im Kurs. „Mehr als ein Fünftel der Befragten besitzt mittlerweile einen smarten Lautsprecher mit Alexa, Google Assistant und Co. 84 Prozent haben Zugriff auf mindestens ein vernetztes Gerät – dieser Prozentsatz wird in den nächsten Jahren noch weiter in die Höhe schießen“, ergänzt Süssl.

Das neue Mobilfunknetz 5G beginnt sich hierzulande ebenfalls zu etablieren. Einer von zehn Befragten nutzt es bereits. Während im Vorjahr noch über ein Drittel der Studienteilnehmer das neue Netz mit Gesundheitsrisiken in Verbindung brachte, ist der Prozentsatz der 5G-Gegner mittlerweile auf 28 Prozent gesunken. Gleichzeitig steigt langsam die Bereitschaft der Konsumenten, für das neue Netz mehr zu bezahlen.

Beim Kauf eines neuen Smartphones achten 53 Prozent der befragten Konsumenten darauf, dass es mit dem neuen Netz kompatibel ist. Trotzdem fühlt sich fast die Hälfte noch immer zu wenig über 5G informiert. Mobilfunkanbieter müssen verstärke Aufklärungsarbeit leisten, damit das volle Potenzial des Netzes ausgeschöpft werden kann“, erklärt Nikola Süssl.

Streaming-Dienste auf dem Vormarsch

Gerade in Zeiten von Home-Office werden Video-Streaming-Dienste bei den Österreichern immer populärer. Netflix und Amazon Prime haben sich am heimischen Markt fest etabliert. Die zunehmende Beliebtheit der Streaming-Dienste hat auch die Nachfrage nach schnelleren Internetverbindungen angekurbelt: In der Corona-Krise haben fast 40 Prozent der Befragten Änderungen an ihrem Internetservice vorgenommen. Dabei ging es neben einer schnelleren Verbindung auch um ein besseres Gesamtpaket und eine Senkung der Kosten. „Durch die verstärkte Nutzung der Streamingangebote wurden Hindernisse wie eine langsame Internetverbindung spürbar – und die Konsumenten haben darauf mit einem Upgrade reagiert. Streaming-Dienste sind heute vom Markt nicht mehr wegzudenken. Hier erwarten wir in den nächsten Jahren ein deutliches Wachstum“, sagt Nikola Süssl.