OECD sieht für Österreich 2022 plus 4,6 Prozent Wachstum

01. Dezember 2021 Drucken
OECD sieht für Österreich 2022 plus 4,6 Prozent Wachstum
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Die Industriestaaten-Organisation OECD sieht für Österreich in den kommenden zwei Jahren ein deutliches Wirtschaftswachstum.

Für 2022 rechnet die OECD mit einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 4,6 Prozent, für 2023 mit einem kleineren Zuwachs von 2,5 Prozent. Unterstützung werde vor allem vom anziehenden privaten Konsum und von einem Investitionswachstum kommen, während der Arbeitskräftemangel und Lieferengpässe die Entwicklung bremsen. Der Ausblick bleibe unsicher. Für heuer rechnet die OECD nun mit einem Wirtschaftswachstum von 4,1 Prozent. Im Mai hatte sie noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,4 Prozent gerechnet.

Im bisherigen Jahresverlauf sei die Wirtschaftstätigkeit in Österreich schneller gewachsen als erwartet, heißt es am Mittwoch in der Herbstprognose der OECD (Organisation für Zusammenarbeit und Entwicklung). Dabei geholfen habe eine Erholung im Dienstleistungssektor. In den stark von der Pandemie betroffenen Bereichen habe sich die Leistung nach der Wiederöffnung der Wirtschaft und der Rücknahme von Reisebeschränkungen deutlich belebt.

OECD rechnet mit mehr privatem Konsum

Im Zuge einer zurückgehenden Sparquote ziehe auch der private Konsum wieder an. Das dürfte sich auch im kommenden Jahr fortsetzen, für 2022 rechnet die OECD mit einer Zunahme des privaten Konsums um 5,8 Prozent, für heuer beläuft sich die Prognose auf 3,7 Prozent.

Auch bei den Investitionen gehe es im Zuge des wieder belebten Welthandels und der eingeführten Investitionsprämie bergauf. Vor allem Firmeninvestitionen in grüne Technologien und Digitalisierung sollten aber auch künftig durch Anreizmechanismen gefördert werden, empfiehlt die OECD.

Während sich die Wirtschaft in Europa in diesem Jahr kräftig erholen dürfte, fällt Deutschland bei den Wachstumsaussichten zurück. Die OECD hat in ihrem neuesten Ausblick ihre Prognose für Deutschland nach unten revidiert und erwartet, dass das hiesige Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur noch um 2,9 Prozent zulegen wird. Im Mai waren noch 3,3 Prozent vorhergesagt worden. (APA/red)