Chipkrise macht Audi zu schaffen

11. Januar 2022 Drucken
Chipkrise macht Audi zu schaffen
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Die Chipkrise lastet auf dem Absatz der Volkswagen-Tochter Audi. Im vergangenen Jahr verkaufte der Ingolstädter Autobauer 1,68 Millionen Fahrzeuge, das sind 0,7 Prozent weniger als im ersten Corona-Jahr 2020.

Im vierten Quartal brachen die Verkäufe aufgrund der Chipkrise um gut ein Drittel ein. Nach dem ersten Halbjahr hatte Audi noch auf Rekordkurs gelegen. Audi-Vertriebschefin Hildegard Wortmann sprach von einem herausfordernden Jahr: „Wenngleich die Halbleiterversorgung auch in den kommenden Monaten angespannt bleiben wird, gibt uns das kräftige Wachstum bei den Auslieferungen der E-Modelle Rückenwind für die weitere entschlossene Umsetzung unserer Roadmap.“ Zugleich verwies sie auf den hohen Auftragseingang sowie einen Rekord-Auftragsbestand.

In China lieferte Audi 701.000 Autos aus – 3,6 Prozent weniger als 2020. Besonders das vierte Quartal sei vom Halbleiter-Engpass für vor Ort gebaute Fahrzeuge geprägt gewesen. In Europa blieb Audi mit 617.000 Autos knapp unter Vorjahresniveau.

In Deutschland brach der Absatz aufgrund der Chipkrise um 15,6 Prozent ein: Das Unternehmen verwies hier auch auf Sondereffekte aufgrund der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung im zweiten Halbjahr 2020. In den USA verkaufte Audi 196.000 Autos und schaffte damit ein Plus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Im vergangenen Jahr verkaufte Audi 82.000 vollelektrische Fahrzeuge. Bis 2025 will das Unternehmen 25 vollelektrische Modelle im Angebot haben.

Audis erstes Elektroauto, der E-Tron, soll überarbeitet werden und einen neuen Namen bekommen. Künftig soll der Wagen in E-Tron Q8 umbenannt werden. Damit solle sich das Auto besser in das Line-up des Herstellers integrieren und klargestellt werden, dass es sich um das Top-Modell bei den elektrischen SUVs handelt, 

(APA/red)