AIT erhält zwölf Prozent mehr Bundesmittel

18. Januar 2022 Drucken
AIT erhält zwölf Prozent mehr Bundesmittel
© APA/Thomas Lerch

Die zwischen dem Klimaschutzministerium und dem Austrian Institute of Technology (AIT) abgeschlossene Leistungsvereinbarung sieht eine zwölfprozentige Steigerung der Rahmenfinanzierung vor.

Das AIT kann sich damit auf im Schnitt 64,3 Millionen Euro stützen, die im Zeitraum von 2021 bis 2023 jährlich vom Bund kommen. In der Budgetperiode davor waren es durchschnittlich 57,3 Mio. Euro, wie das AIT auf APA-Nachfrage erklärte.

Das Institut steht als größtes außeruniversitäres heimisches Forschungszentrum zu 50,4 Prozent im Eigentum des Bundes, die weiteren 49,6 Prozent halten Industrieunternehmen. Im Forschungsfinanzierungsgesetz (FoFinaG) wird das AIT als zentrale Forschungseinrichtung geführt, es sieht eine Leistungsvereinbarung für die Jahre 2021 bis 2023 vor. Das Budget für das Jahr 2021 war bereits zuvor fixiert, nun folgte die Rahmenfinanzierung für 2022 und 2023. Vor der neuen Regelung im FoFinaG hatte das AIT vierjährige Leistungsvereinbarungs-Perioden.

Finanzierung ermöglicht AIT weitere Spitzenforschung

Mit der Steigerung der Basisdotierung durch den Bund verfüge das AIT über eine „solide Basis“ zur Umsetzung seiner Forschungsstrategie, heißt es seitens des Ministeriums. Das Institut weise darüber hinaus „eine sehr solide Erlösentwicklung auf den Märkten sowie eine erfolgreiche EU-Fördermitteleinwerbung über sämtliche Perioden aus“. Mit der nunmehrigen Leistungsvereinbarung werde „gesichert, dass auch in Zukunft am AIT Spitzenforschung auf höchstem Niveau möglich ist“ und das Institut ein attraktiver Arbeitgeber Wissenschafterinnen und Wissenschafter bleibt, so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne). Der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Georg Knill, bezeichnete den Abschluss in einer Aussendung als „wichtiges Ticket in die Zukunft“ des Instituts.

Das AIT soll sich im Rahmen seiner Strategie langfristig in der „Spitzengruppe der Forschung in ausgewählten Technologiefeldern“ als Schnittstelle zwischen Industrie und Wissenschaft etablieren, heißt es. Als Schwerpunkte schreibt man sich neben der intensiveren Karriereentwicklung von Frauen mehrere technologische Themenfelder auf die Fahnen.

Dies sind der Bereich der modernen Stadt- und Regionalplanung, der Maßnahmen gegen den Klimawandel oder die Neugestaltung von Mobilitätssystemen beinhaltet („Digital Resilient Cities“), oder die Entwicklung neuartiger Verkehrstechnologien („Low Emission Transport“). Dazu kommen Schwerpunkte im Feld nachhaltiger Energiesysteme oder innovativer Konzepte zur Automatisierung („AI-enabled Sustainable Automation and Robotics“) sowie im Rahmen des von der EU geförderten Flaggschiff-Projekts im Bereich der Quantentechnologie. Ein weiterer Fokus liege auf der Arbeit an einem „One-health“-Ansatz mit dem Ziel, gesundes Lebens und Altern zu unterstützen. (APA/red)