Langzeitarbeitslosigkeit wieder auf Vorkrisenniveau

04. April 2022 Drucken
Langzeitarbeitslosigkeit wieder auf Vorkrisenniveau
Arbeitsminister Martin Kocher © APA

Aus der Bilanz der Arbeitsmarktentwicklung im März geht hervor, dass die Langzeitarbeitslosigkeit Ende März bei 100.488 Personen lag. Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) hat eine positive Bilanz des Arbeitsmarktes gezogen, wie wohl der Krieg in der Ukraine und die Probleme in den Lieferketten Unsicherheiten mit sich bringen.

Im März des heurigen Jahres ist die Arbeitslosenquote auf 6,3 Prozent gesunken, das ist der niedrigste Wert seit 2008. Dass die Corona-Kurzarbeit mit Ende März ausgelaufen ist und nunmehr wieder die übliche Kurzarbeitsregelung gilt, verteidigt der Minister. Schließlich seien auch die Einschränkungen für die Wirtschaft durch die Corona-Lockdowns vorbei. „Damit sind aktuell um 5.161 Personen weniger langzeitarbeitslos, also länger als ein Jahr arbeitslos, als noch vor einem Monat. Verglichen mit den Referenzwerten während der Corona-Pandemie wird deutlich, dass die Langzeitarbeitslosigkeit wieder in etwa das Vorkrisenniveau erreicht“, so Kocher.

Der Jobmarkt werde sich im Zuge der Sanktionen wohl eintrüben und die Zahl der Jobsuchenden nicht mehr so rasch zurückgehen, ein wichtiges Mittel, um dies aufzufangen, sei die Kurzarbeit. Jedenfalls sei die Lage am Jobmarkt robust und Unwägbarkeiten verkraftbar.

Programm „Sprungbrett“ gegen Langzeitarbeitslosigkeit

Aktuell sind 161.114 Personen zur Kurzarbeit vorangemeldet. 261.917 Personen waren im März arbeitslos, 73.970 Personen in Schulungen. Die Zahl der Jobsuchenden lag damit im März nicht nur unter dem Vorkrisenwert (2019) von 368.979 Personen, sondern in absoluten Zahlen auf dem niedrigsten Stand seit zehn Jahren. Drastisch höher waren die Arbeitslosenzahlen in den Coronajahren 2020 (um 226.635 Betroffene) und 2021 (um 121.930 Betroffene).

Ein großer Teil der rückläufigen Langzeitarbeitslosigkeit konnte durch das Programm Sprungbrett erreicht werden. „Es ist uns dank des Engagements der AMS-Mitarbeiter:innen bei der Umsetzung des Programms und dank der Bereitschaft vieler Arbeitgeber:innen langzeitarbeitslosen Menschen eine Chance zu geben, seit dem Start des Programms gelungen, die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Österreich wieder in etwa auf Vorkrisenniveau zu senken. Damit haben wir das Ziel, die Langzeitarbeitslosigkeit um 50.000 Personen zu senken, beinahe erreicht“, so Kocher. (APA/red)