Inflation: Wie man seine Ersparnisse schützen kann

11. April 2022 Drucken
Inflation: Wie man seine Ersparnisse schützen kann
Kleingeld im Glas © AdobeStock/Bumann

Spätestens mit dem Beginn der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine haben es wohl alle gemerkt: Das Leben ist deutlich teurer geworden, und ein Ende der Teuerungswelle ist derzeit nicht in Sicht.

Während Herr und Frau Österreicher:in die Auswirkungen an der Tankstelle, im Supermarkt oder im Restaurant unmittelbar und direkt spüren, gerät ein anderer Schauplatz leicht außer Acht. Es geht um Millionen Sparbücher, die durch die Inflation sukzessive an Wert verlieren. Hat man einmal erkannt, welche Wertvernichtung hier täglich stattfindet, stellt sich schnell die Frage, was sich gegen den schleichenden Vermögensverlust unternehmen lässt. Eine mögliche Antwort ist ein Investment in Sachwerte, wie es über den ERSTE REAL ASSETS Fonds möglich ist. (Bitte beachten Sie, dass eine Geldanlage in Investmentfonds neben Chancen auch Risiken beinhaltet.)

Inflation – das sollte man wissen

Der lateinische Begriff „inflatio“ bedeutet „sich aufblasen“ und beschreibt sehr gut, worum es bei diesem wirtschaftlichen Phänomen geht: Durch mehrere Faktoren begünstigt, bläst sich die im Umlauf befindliche Geldmenge auf, wodurch das Geld an Wert verliert. Das muss nicht automatisch schlecht sein, im Gegenteil: Eine geringe Inflation von rund zwei Prozent wird sogar als gut angesehen, weil sie das Kaufverhalten positiv beeinflusst. Konsument:innen, die wissen, dass die Preise steigen werden, warten nicht mit Investitionen, sondern geben ihr Geld lieber heute als morgen aus. So wird der Konsum belebt, und die Wirtschaft wächst. Erst, wenn die Inflation länger über dem erwünschten Schwellenwert von zwei Prozent liegt, wird sie zum Problem. Im schlimmsten Fall kann dadurch eine Preisspirale in Gang gesetzt werden, die sich nur schwer wieder einbremsen lässt. Dass es nicht so weit kommt, stellt die Europäische Zentralbank sicher. Sie hat geldpolitische Mittel und Wege, um die Geldmenge zu regulieren und steuernd einzugreifen.

Wie wird die Inflation gemessen?

In Österreich wird die Inflationsrate über den Verbraucherpreisindex (VPI) gemessen. Die Statistik Austria beobachtet dazu die Preise eines fiktiven „Warenkorbs“, der Produkte enthält, die von vielen Menschen benötigt und gekauft werden. Da sich das Konsumverhalten der Menschen laufend verändert, wird die Zusammensetzung dieses Warenkorbs jährlich angepasst und neu gewichtet.

Warum ist die Inflation zuletzt so gestiegen?

Bereits 2021 konnte man ein Ansteigen der Inflationsrate beobachten, und mit Beginn des heurigen Jahres sind die Preise richtiggehend explodiert. Im Februar 2022 stiegen die Verbraucherpreise laut Statistik Austria in Österreich um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig:

  • Um den Konsum anzukurbeln, betreibt die Europäische Zentralbank seit Jahren eine expansive Geldpolitik und pumpt Geld in die Wirtschaft. Im Zuge der globalen Pandemie kam es nochmals zu Lockerungen, und die Geldmenge wurde weiter gesteigert.
  • Nach dem Ende der Lockdowns startete zu Beginn des Jahres 2021 ein weltweiter Aufholprozess, um den Rückstau an Aufträgen abzuarbeiten. Das führte zu einem enormen Nachfrageschub, dem die Anbieter:innen nicht nachkommen konnten. Sobald die Nachfrage größer als das Angebot ist, steigen automatisch auch die Preise.
  • Aufgrund der gestiegenen Gaspreise warteten die europäischen Versorger:innen Anfang 2021 mit der Vorratsbefüllung zu, weil sie ein Sinken der Preise erwarteten. Es kam jedoch nicht dazu und schließlich mussten vor Winterbeginn alle gleichzeitig ordern – das trieb die Energiepreise weiter nach oben.
  • Die weltweite Ölnachfrage wird von der OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) und den ihr nahestehenden Erdölproduzent:innen nicht zur Gänze gedeckt. Diese Förderdisziplin wirkt ebenfalls preistreibend.
  • Aktuell ist natürlich der Krieg zwischen Russland und der Ukraine der Preistreiber Nummer eins. Dahinter stecken Ängste vor Lieferausfällen und Engpässen, schließlich zählen beide Länder zu den wichtigsten Rohstofflieferanten der Welt. Und das hat Auswirkungen auf sehr viele Branchen.

Wird die Inflation so hoch bleiben?

Realistisch gesehen spricht wenig für eine rasche Rückkehr der Inflationsrate auf das gewünschte Niveau. Der unklare Ausgang der kriegerischen Konfrontation zwischen Russland und der Ukraine trägt ebenso wenig zum Sinken der Inflation bei wie der weiterhin vorhandene Engpass bei vielen Rohstoffen, Metallen und Agrargütern. Hinzu kommt, dass China nach wie vor bei seiner Null-Covid-Strategie mit lokalen Lockdowns bleibt. Produktionsausfälle auf der „Werkbank der Welt“ mit den daraus resultierenden Problemen bei den internationalen Lieferketten werden also vorerst an der Tagesordnung bleiben. Gepaart mit der ungebremst hohen Nachfrage ist auch weiterhin mit steigenden Preisen zu rechnen.

Wem nützt die Inflation?

Auch wenn der Begriff Inflation für die meisten Menschen negativ behaftet ist, gibt es doch auch positive Aspekte – ganz besonders für all jene, die Schulden haben. Aufgrund der Inflation entspricht der Geldwert, den sie zurückzahlen, nicht mehr dem ursprünglichen, höheren Wert. Allen voran Staaten mit hoher Verschuldung zählen somit zu den Hauptprofiteuren der Inflation.

Und wem schadet sie?

Wer Geld besitzt, zählt zu den inflationsbedingten Verlierer:innen. Vor allem das Geld, das auf niedrig verzinsten Spar- und Anlageformen liegt, schmilzt richtiggehend dahin, seit die Zinsen unter der Inflationsrate liegen, wie das seit 2015 der Fall ist. Das Kapital und die verschwindend geringen Zinserträge werden momentan von der Inflation aufgefressen. Wer sein Geld auf einem Sparbuch liegen hat, verliert also laufend Vermögen.

Aus diesem Grund sollte es für jede:n Anleger:in das erklärte Ziel sein, eine Rendite zu erzielen, die dauerhaft über der Inflationsrate liegt. Nur in diesem Fall ist sichergestellt, dass der Wert des Kapitals langfristig erhalten bleibt. Da dieses Ziel mit klassischen Sparformen bis auf weiteres nicht erreichbar zu sein scheint, rücken zunehmend Alternativen in den Fokus.

Sachwerte gefragt

Unter Anleger:innen, die ihr Geld verlustfrei investieren wollen ohne größere Risiken einzugehen, ist derzeit ein starker Trend zu Sachwerten – also Anlagegütern mit materiellem Wert – zu beobachten. Aufgrund ihrer Begrenztheit versprechen sie eine stabile Wertentwicklung, die nicht von der Inflation beeinflusst wird. Das Motto „Grundbuch statt Sparbuch“ steht stellvertretend für diese Entwicklung. Auch Gold bleibt aufgrund seines physischen Werts immer ein Thema, speziell in Krisenzeiten. Allerdings ist mit Investitionen in Sachwerte auch ein hohes Maß an Organisation, persönlicher Einbindung und Nebenkosten verbunden. Das beginnt bei der schwierigen Frage der Immobilienauswahl, führt über die Suche nach zuverlässigen Mieter:innen und endet bei Fragen, wo man sein Gold sicher lagert und vor Diebstahl schützt.

Wer sich das alles ersparen will, kann sich auch für einen Investmentfonds entscheiden, der in Sachwerte investiert – den ERSTE REAL ASSETS beispielsweise. (Bitte beachten Sie, dass eine Geldanlage in Investmentfonds auch Risiken beinhaltet.)

In Werte mit Bestand investieren

Dass der ERSTE REAL ASSETS bei den Kund:innen der Erste Bank und Sparkassen zu den beliebtesten Fonds zählt, ist kein Zufall: Seine Zusammensetzung orientiert sich an einer wertstabilen Entwicklung, die durch einen Mix aus ca. 50 Prozent globalen Aktien, 33 Prozent Gold [1] und 17 Prozent Immobilienfonds bzw. Rohstoffen sichergestellt werden soll. ([1] Erwerb üblicherweise in Form von Exchange Traded Commodities (Schuldverschreibungen). Eine physische Anlieferung der genannten Edelmetalle ist nicht zulässig. Das Währungsrisiko der Goldkomponente wird überwiegend auf Euro gesichert.)

Echte Beteiligungen an Unternehmen

Wer sein Kapital in Aktien investiert, erhält dafür einen realen Gegenwert. Die Person wird Teilinhaber:in eines realen Unternehmens, das reale Umsätze und Gewinne erwirtschaftet.

Unternehmen passen die Preise ihrer Produkte laufend an das aktuelle Wirtschaftsumfeld an. Steigende Kosten für Rohstoffe oder Löhne werden an Endkund:innen weitergegeben, was inflationäre Entwicklungen abfedert. Abhängig vom Wirtschaftszyklus können Aktien daher zum Erhalt des Vermögens beitragen.

Stabile Erträge durch Immobilieninvestments

Dadurch, dass der ERSTE REAL ASSETS auch in Immobilienfonds investiert, sind Anleger:innen indirekt an einer Vielzahl an Immobilien beteiligt. Der Wert von Vermögensgegenständen hängt von den laufenden Erträgen und deren Risiko ab. Immobilien sind langlebige und stabile Wirtschaftsgüter. Durch die Vermietung erwirtschaften Immobilien laufend Erträge. Die Mieten werden dabei in der Regel an die Inflation angepasst. So kann der Gefahr der Geldentwertung entgegengewirkt werden.

Gold glänzt ewig

Im Gegensatz zur Geldmenge ist die Menge an vorhandenem Gold begrenzt und kann nicht beliebig gesteuert werden. Das sorgt für eine gewisse Absicherung der Kaufkraft.
In der Geschichte hat sich gezeigt, dass die Nachfrage nach Gold und damit sein Wert besonders in ökonomischen und politischen Krisen anstieg. Gold im Portfolio sorgt für eine noch breitere Risikostreuung und kann eine zusätzliche Ertragsquelle darstellen.

Sachwerte im Aufwind

Dass man mit den im ERSTE REAL ASSETS vertretenen Assetklassen in den vergangenen Jahren nicht schlecht gelegen ist, zeigt ein Blick zurück: Negative Ausreißer einzelner Anlageklassen konnten durch Gewinne in anderen Bereichen wettgemacht werden. Vor allem aber bestätigt der Rückblick die Einschätzung, dass Sachwerte wie Aktien, Immobilien und Gold zuletzt deutlich mehr Ertragskraft hatten als ein herkömmliches Sparbuch.

Die Mischung macht’s

Unterschiedliche Assetklassen (Aktien und Gold) im Rückblick ohne Immobilien, da es keinen geeigneten Vergleichsindex dafür gibt. Informationen zu Wohnimmobilienpreisen finden Sie auf der Seite der Oesterreichischen Nationalbank (Immobilienpreisindex – Oesterreichische Nationalbank (OeNB))

Umfassende Informationen bringen Entscheidungssicherheit

Wer sein Geld auf Sparbüchern liegen hat und nicht dabei zu schauen möchte, wie es von der Inflation aufgefressen wird, hat Handlungsbedarf. Umfassende Information ist dabei das A und O. Bei der Erste Bank und Sparkasse kann man sich zu den verschiedenen Möglichkeiten kompetent beraten lassen.

Interessant: Den ERSTE REAL ASSETS kann man seit 31.03.2022 auch als s Fonds Plan regelmäßig besparen. Bereits ab 50 Euro monatlich ist das möglich.

Weiterführende Informationen

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