Ostern 2022: Österreicher:innen wollen 230 Millionen Euro ausgeben

11. April 2022 Drucken
Ostern 2022: Österreicher:innen wollen 230 Millionen Euro ausgeben
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Ostern ist nach Weihnachten das zweitwichtigste Fest für den Handel. Was die Österreicher:innen am 17. April schenken, wo sie ihre Präsente kaufen und in welchen Bundesländern die Menschen am spendabelsten sind, hat der Handelsverband gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Mindtake Research erfragt.

Süßigkeiten, Eier und Spielwaren sind die Top-Seller, der Kaufkraftverlust sorgt jedoch für 4 Prozent Umsatzrückgang. Dennoch bleibt laut dem Handelsverband Consumer Check Ostern das zweitwichtigste Fest für den Handel. Die heimischen Konsument:innen werden 2022 pro Kopf durchschnittlich 90 Euro für Geschenke, Süßigkeiten, Festessen und Dekoration ausgeben. Im Vorjahr lagen die Pro-Kopf-Ausgaben noch etwas höher – bei 95 Euro.

„In fünf von zehn Osternestern darf der Schokohase nicht fehlen. Süßigkeiten bleiben auch heuer die klare Nummer eins der beliebtesten Ostergeschenke. Auf den Plätzen folgen gefärbte Eier mit 47 Prozent und Spielwaren mit 24 Prozent. Mit einem Umsatz von rund 230 Millionen Euro ist Ostern nach Weihnachten das zweitwichtigste Fest für den österreichischen Handel“, sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes.

Die Top 5 Geschenke für Ostern 2022

  • Schokolade (53%)
  • Gefärbte Eier (47%)
  • Spielwaren (24%)
  • Blumen (22%)
  • Selbstgebackenes (15%)

Für 14% der Bevölkerung fällt das Osterfest 2022 ins Wasser

„2021 lagen die Osterumsätze mit 240 Millionen Euro noch um 4 Prozent höher. Heuer nagen allerdings die explodierenden Gas-, Strom- und Treibstoffpreise an der Kaufkraft der Bevölkerung. Gerade für Geringverdiener:innen ist die historisch hohe Inflationsrate von aktuell 6,8 Prozent eine massive Herausforderung. Mehr als die Hälfte der Österreicher:innen müssen sich zurzeit finanziell einschränken. Für 14 Prozent der Menschen fällt das Osterfest 2022 sogar komplett ins Wasser, weil sie sich auf den Kauf lebensnotwendiger Güter beschränken müssen“,so Will.

Steiermark & Kärnten top, Wien Schlusslicht

Die spendabelsten Online-Shopper stellen 2022 übrigens die Steiermark und Kärnten mit durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben von 105 Euro, gefolgt von Tirol und Vorarlberg mit je 97 Euro. Salzburg und Oberösterreich sind mit je 90 Euro genau im bundesweiten Schnitt. Abgeschlagenes Schlusslicht ist heuer Wien mit durchschnittlich 46 Euro pro Kopf.

Pro-Kopf-Ausgaben je Bundesland

  • Steiermark, Kärnten (105 Euro)
  • Tirol, Vorarlberg (97 Euro)
  • Oberösterreich, Salzburg (90 Euro)
  • Niederösterreich, Burgenland (88 Euro)
  • Wien (46 Euro)

Mehr als zwei Drittel der Österreicher:innen (69%) kaufen ihre Ostergaben heuer am liebsten im Supermarkt bzw. beim Discounter. Jede:r Vierte (24%) shoppt zu Ostern bequem online. Wie wichtig den Österreicherinnen und Österreichern der Kauf frischer Lebensmittel am Karfreitag ist, zeigt sich daran, dass er bei den Umsätzen der zweitstärkste Tag des Jahres ist. Aber auch der Non-Food-Handel serviciert die Kundinnen und Kunden am Karfreitag, um Dekoration und Geschenke für die Liebsten besorgen zu können.

„Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen ist es schön zu sehen, dass die Österreicherinnen und Österreicher zusammenhalten. 63 Prozent wollen heuer bewusst regional einkaufen und mit Ausgaben von durchschnittlich 90 Euro ein Zeichen setzen. Entscheidend ist, dass die Wertschöpfung weitgehend in Österreich bleibt und somit unseren Produzenten und Händlern zugutekommt. Also jenen, die hierzulande Personal beschäftigen, Steuern zahlen und damit auch das Sozial- und Gesundheitssystem mitfinanzieren“, so Handelssprecher Rainer Will abschließend.