Digitale Schule – Laptops und Tablets laut Eltern selten im Einsatz

13. April 2022 Drucken
Digitale Schule – Laptops und Tablets laut Eltern selten im Einsatz
© APA

Wegen „Funktionsmängeln“ bei den bestellten Windows Tablets wartet ein Viertel der Jugendlichen, die das Bildungsministerium in diesem Schuljahr bei seiner Digitalisierungsoffensive erstmals mit günstigen Laptops und Tablets ausstatten wollte, noch immer auf ein Gerät. .

Doch auch bei den Schüler:innen der 5. und 6. Schulstufe, die bereits beliefert wurden, sehen Elternvertreter Verbesserungsbedarf: Die Laptops und Tablets würden nämlich zu selten genutzt. 250 Mio. Euro hat das Bildungsministerium für die Laptops und Tablets mit dem Projekt Digitale Schule in die Hand genommen. Die Schüler übernehmen ein Viertel der Kosten, dafür gehen die Geräte in ihr Eigentum über.

Im Unterricht seien die Geräte allerdings zum Teil im vergangenen Wintersemester nur ein einziges Mal eingesetzt worden, kritisierte der Sprecher des Bundesverbands der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen (BEV), Christoph Drexler. „Einmal im Semester ist doch etwas wenig für das, dass die Geräte viel gekostet haben und dann natürlich auch sinnvoll eingesetzt werden sollten.“

Digitale Schule: Hoffnung auf „Digitale Grundbildung“

93 Prozent der Schulen haben sich im ersten Jahr an der Geräteinitiative beteiligt, über die künftig jedes Jahr die Schüler:innen der 5. Schulstufe (1. Klasse Mittelschule bzw. AHS) günstige IT-Geräte erhalten sollen. Voraussetzung dafür ist ein Konzept für die Digitale Schule, wie die Geräte im Unterricht eingesetzt werden sollen. Die Elternvertreter hätten allerdings den Eindruck, dass es „in der Umsetzung zum Teil auch hapert“, so Drexler. Er hofft, dass die Einführung des neuen Pflichtfachs „Digitale Grundbildung“ im kommenden Schuljahr einen Schub bringen wird. Schließlich müssten die Geräte dann auf jeden Fall dafür in die Schule mitgebracht werden – „und dann werden die Geräte hoffentlich auch über diese eine Stunde hinaus verwendet“.

Doch auch bei der Hardware an den Standorten hapert es laut Drexler immer noch: An vielen Standorten gebe es nur unzureichendes Internet oder zu wenige Steckdosen, damit alle Schüler:innen ihre Geräte auch wirklich nutzen können. Im Bildungsministerium wurde laut dem Bericht betont, dass an den Hardwareproblemen gearbeitet werde. Zuständig seien aber die Schulerhalter, bei den Mittelschulen seien das vielfach Länder und Gemeinden. An AHS, bei denen der Bund zuständig ist, soll es mit Ende dieses Schuljahres überall Breitbandinternet und leistungsfähiges WLAN geben. (APA/red)