Fast die Hälfte der Führungskräfte stufen Nachhaltigkeit als eine der obersten Prioritäten für ihr Unternehmen ein. Zu diesem Ergebnis kommt die CEO-Studie des IBM Institute for Business Value (IBV). Dies ist ein Anstieg von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) nennen Nachhaltigkeit auch als eine ihrer größten Herausforderungen in den nächsten zwei bis drei Jahren. Aufgrund von fehlenden Erkenntnissen aus Daten, unklarem Return on Investment (ROI) und technologischen Hürden. Während 95 Prozent der CEOs berichten, dass sie sich zumindest in der Pilotphase der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie befinden, geben knapp unter einem Viertel (23 Prozent) an, dass sie bereits ihre Nachhaltigkeitsstrategie im gesamten Unternehmen umsetzen.
„CEOs übernehmen Führungsverantwortung in einer der komplexesten Zeiten, die von Krieg, Inflation, Talentknappheit und der COVID-19-Pandemie geprägt ist“, so John Granger, Senior Vice President, IBM Consulting. „Trotz dieser Herausforderungen nehmen sie bei dem Thema Nachhaltigkeit nicht den Fuß vom Gas. Immer mehr Führungskräfte zählen Nachhaltigkeit jetzt zu ihren Top-Prioritäten. Dennoch erkennen viele noch nicht die Ausmaße, inwieweit Daten und Technologie die Lücke zwischen Strategie und Auswirkung schließen können.“
Die CEOs geben an, dass Nachhaltigkeit für sie wichtiger wird und glauben, dass Nachhaltigkeitsstrategien dazu beitragen können, die Geschäftsleistung zu steigern:
- Fast die Hälfte (48 Prozent) der CEOs sagen, dass die Verbesserung der Nachhaltigkeitsstrategie eine der obersten Prioritäten für ihr Unternehmen in den nächsten zwei bis drei Jahren ist – im Jahr 2021 waren es nur etwa ein Drittel.
- Fast 70 Prozent der befragten CEOs geben an, dass sie direkt an der Definition der Nachhaltigkeitsstrategie ihres Unternehmens beteiligt sind.
- Über 80 Prozent der CEOs glauben, dass die Investitionen ihres Unternehmens in Nachhaltigkeit in den nächsten fünf Jahren zu besseren Geschäftsergebnissen führen werden. Fast die Hälfte der CEOs (45 Prozent) glauben, dass Nachhaltigkeit das Unternehmenswachstum beschleunigen wird.
Der Druck von Stakeholdern nimmt stetig zu, aber fehlende Erkenntnisse aus Daten und technologische Hürden stehen im Weg:
- Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der befragten CEOs nennen Nachhaltigkeit als eine ihrer größten Herausforderungen in den nächsten zwei bis drei Jahren, gegenüber 32 Prozent im Jahr 2021 – vor Regulierung (50 Prozent), Cyberrisiko (45 Prozent), Technologieinfrastruktur (41 Prozent) und Unterbrechung der Lieferkette (38 Prozent).
- CEOs geben an, den größten Druck von Vorstandsmitgliedern (72 Prozent) zu erhalten, gefolgt von Investoren (57 Prozent), Ökosystempartnern (49 Prozent), Regulierungsbehörden (49 Prozent) und Regierung (46 Prozent).
- Fast 60 Prozent der Befragten geben einen unklaren ROI und unklare wirtschaftliche Vorteile als eine große Herausforderung für das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen an, gefolgt von fehlenden Erkenntnissen aus Daten (44 Prozent) und regulatorischen Hürden (43 Prozent).
- 35 Prozent der Befragten identifizieren auch technologische Hürden für die Umsetzung von Nachhaltigkeit in ihrem Unternehmen.