Deutsche Industrie verzeichnet Auftragsplus im Oktober

06. Dezember 2022 Drucken
Deutsche Industrie verzeichnet Auftragsplus im Oktober
@ APA/dpa

Die deutsche Industrie hat im Oktober nach zwei schwächeren Monaten wieder mehr Aufträge erhalten. Die Bestellungen legten dank der anziehenden Auslandsnachfrage um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu.

Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Mini-Wachstum von 0,1 Prozent gerechnet, nach Rückgängen von 2,9 Prozent im September und 2,0 Prozent im August. Ohne Großaufträge für die Deutsche Industrie hätte es allerdings auch diesmal einen Rückgang gegeben. Im Vergleich zum Oktober 2021 lag der Auftragseingang kalenderbereinigt um 3,2 Prozent niedriger.

Deutsche Industrie: Lieferengpässe nehmen ab

„Damit haben sich die Bestellungen, die sich seit Sommer 2020 im Zuge von Nachholeffekten und zunehmenden Lieferengpässen zeitweise deutlich gesteigert hatten, nunmehr etwas stabilisiert“, kommentierte das deutsche Wirtschaftsministerium die Entwicklung. „Neben den leicht verbesserten Stimmungsindikatoren ist dies ein weiterer Hinweis darauf hin, dass die Rezession schwächer ausfallen könnte als befürchtet, auch wenn der Ausblick für die Industriekonjunktur verhalten bleibt.“

Experte Ralph Solveen von der Commerzbank hob jedoch hervor, dass der Anstieg im Oktober bei weitem nicht ausreiche, um den Auftragsdämpfer im Monat zuvor auszugleichen. 

Die Bestellungen für die Deutsche Industrie aus dem Inland nahmen im Oktober um 1,9 Prozent ab, die aus dem Ausland wuchsen hingegen um 2,5 Prozent. Während die Nachfrage aus der Eurozone um 2,6 Prozent zulegte, stieg das Neugeschäft mit dem restlichen Ausland um 2,5 Prozent. Die Aufträge für Investitionsgüter wie Maschinen, Fahrzeuge und Anlagen nahmen diesmal um 3,2 Prozent zu, wozu vor allem die starke Nachfrage nach Kraftfahrzeugen beisteuerte. (APA/red)