OMV sichert europäische Gas-Pipeline-Kapazitäten bis 2028

05. Juli 2023 Drucken
OMV sichert europäische Gas-Pipeline-Kapazitäten bis 2028
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Der börsennotierte Öl- und Gaskonzern OMV sichert sich bis zum Jahr 2028 zusätzliche europäische Gas-Pipeline-Kapazitäten: rund 40 Terawattstunden (TWh) pro Jahr für den Zeitraum Oktober 2023 bis September 2026 sowie jährlich rund 20 TWh für Oktober 2026 bis September 2028.

Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Übernahmepunkte für das Erdgas sind die Knoten Oberkappel in Oberösterreich (Pipeline aus Deutschland) und Arnoldstein in Kärnten (Pipeline aus Italien). 40 TWh entsprechen beinahe der Hälfte des österreichischen Jahresbedarfs an Gas. „Die OMV treibt die Diversifizierung ihrer Gasbezugsquellen tatkräftig voran, welche das Gas aus Eigenproduktion und Zukäufen aus Norwegen sowie weitere LNG-Volumina beinhaltet“, sagte Konzernchef Alfred Stern laut einer Aussendung vom Mittwoch. Das Unternehmen sichere mit den zusätzlichen Transportkapazitäten seine Lieferverpflichtungen gegenüber seinen Vertragskunden mittelfristig ab.

OMV-Speicher zu 85 Prozent voll

Die OMV speichert auch laufend Gas ein. Derzeit seien die unternehmenseigenen Speicher zu rund 85 Prozent voll. Das Finanzministerium begrüßte die zusätzlichen Kapazitäten. Sie seien „ein wichtiger Schritt für die Versorgungssicherheit. Denn Österreich wird mittelfristig immer noch Gas brauchen. Dieser Zuschlag an die OMV gibt mehrjährige Sicherheit“, so Minister Magnus Brunner (ÖVP) laut einer Pressemitteilung. Damit sei die OMV Brunner zufolge gut gerüstet für den Fall, dass die russischen Gaslieferungen unterbrochen werden und kein Gas mehr nach Österreich fließt.

Auch das Energieministerium begrüßte den Schritt. „Wir haben in den vergangenen Wochen viel über unseren Weg zur Energieunabhängigkeit gesprochen – und ich bin froh, dass wir nun die ersten Ergebnisse sehen,“ so Ministerin Leonore Gewessler (Grüne).