Messengerdienste verdrängen klassische Telefonie 

10. Januar 2024 Drucken
Messengerdienste verdrängen klassische Telefonie 
@ APA/dpa

Die Kommunikation über Messengerdienste drängt die klassische Telefonie immer mehr ins Abseits, wie Daten der Telekombehörde RTR zeigen.

Im zweiten Quartal 2023 telefonierten die Menschen in Österreich rund 7,7 Milliarden Minuten über Messengerdienste, 5,9 Milliarden Minuten über das Handy und 356 Millionen Minuten über das Festnetztelefon. Durchschnittlich wurde rund 17 Minuten pro Tag telefoniert. „Unsere Zahlen zeigen jetzt schon, dass die Kommunikation über Messengerdienste die klassische Telefonie mit Handy und Festnetztelefon noch viel deutlicher überholen wird“, sagte Klaus Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post, in der Aussendung.

Der mobile Datenverbrauch nimmt zu. Allein in der Silvesternacht wurden den Angaben zufolge in den Stunden rund um den Jahreswechsel in Österreich 45 Millionen Gigabyte an Daten mobil verschickt. Das entspreche in etwa dem gesamten weltweiten mobilen Datenvolumen des Jahres 2011.

Der Staatssekretär für Digitalisierung, Florian Tursky (ÖVP), sieht in der Erhebung den steigenden Bedarf an schnellem Internet bestätigt. „Die Zahlen des Telekom Monitors zeigen uns, dass der Datenverbrauch in den kommenden Jahren weiter steigen wird“, so Tursky in einer Aussendung. „Unser Ziel ist es daher, ganz Österreich noch vor 2030 mit gigabitfähigen Internetanschlüssen zu versorgen.“

Wenig Bewegung gab es unterdessen bei den Marktanteilen am Mobilfunkmarkt. Auf den Plätzen 1, 2 und 3 liegen laut RTR unangefochten die Mobilfunkanbieter A1 mit einem Marktanteil von 37,9 Prozent, gefolgt von Magenta mit einem Marktanteil von 25,5 Prozent und Drei mit einem Marktanteil von 21,5 Prozent. HOT liegt mit 8,8 Prozent auf Platz 4. Spusu vergrößerte seinen Marktanteil im Vergleich zum Vorquartal von 3,9 auf 4,1 Prozent und landet damit auf Platz 5. (APA/red)